Review – Crysis 3 (Xbox 360)

Es erscheinen Fortsetzungen um Fortsetzungen. Viele Serien werden dadurch immer schlechter oder verändern sich zu sehr für die Fans. Wobei Veränderungen nicht immer schlecht sein müssen oder? Wie sehr sich Crysis 3 von seinen Vorgängern unterscheidet und ob es sich in eine lahme Fortsetzungs-Gurke im Nanosuit verwandelt hat oder nicht, lest ihr hier!

Hallo, Psycho
Crysis 3 beginnt mit der Befreiung von Prophet. Psycho, ein alter Team Kamerad von Prophet, und sein Team „entsorgen“ die Wachen auf dem Schiff und öffnen den Käfig in dem unser Protagonist eingesperrt ist. Danach übernehmt ihr die Kontrolle über Prophet. Als erstes müsst ihr euch gegen eine Menge CELL Einheiten wehren, nachdem ihr vom Schiff entkommen seid. Schliesslich spaziert Psycho mit euch direkt durch eine riesen CELL Anlage um Prophet zu zeigen was mit New York, aus Crysis 2, in den letzten 20 Jahren passiert ist.
Direkt nach den ersten Feind Begegnungen in der Anlage überreicht euch Psycho die neuste Wunderwaffe – den Bogen. Ja, in Crysis 3 ist der stärkste Supersoldat der Menschheit mit einem Bogen unterwegs. Dieser hat aber so einige Features auf Lager. Nebst den ganz normalen Pfeilen können auch Sprengsätze oder Elektroschocker aufgeschraubt werden. Kombiniert mit einer Pfütze oder einem Teich können mehrere beieinander stehende Gegner gleichzeitig ausgeschalten werden. Praktisch!
Ausserdem können alle verschossene Pfeile (nur Normale) wieder aufgesammelt werden. So geht nie die Munition aus. Was den Bogen auch noch besser macht, ist die Möglichkeit während der Tarnung zu schiessen ohne sichtbar zu werden. So können ganze Gegner Truppen mit dem Bogen ausgeschaltet werden. Ohne den Bogen hätte mir Crysis 3 nicht so viel Spass bereitet.
Zurück zur Mission. Seid ihr mit Psycho an eurem Ziel (eine Kommandozentrale mit Ausblick) angekommen, verschlägt es euch erst mal den Atem. Nicht nur weil aus New York ein riesiger Urwald geworden ist und sich Flüsse durch die einstigen Strassen ziehen.  Die Grafik sieht einfach, für ein Xbox 360 Spiel, fantastisch aus. Wie die untergehende Sonne auf New York scheint, die Flüsse sich ihren Weg bahnen und Helikopter an den Ruinen der Häuser vorbeifliegen – wie echt!
Aber warum hat sich New York so verändert? CELL hat die Stadt unter einer Kuppe abgeriegelt um die übrig gebliebenen Aliens, die Cephs, zu kontrollieren. Ausserdem bezieht CELL ihre ganze Energie aus einem einzigen Alien Artefakt unter dieser Kuppe. Was kann das nur sein? Das gilt es rauszufinden. Zu Beginn sind die Missionen recht offen und werden gegen Schluss immer linearer. Man kann also die Missionen mehrmals abschliessen und immer auf eine andere Weise abschliessen. Renne ich mit meiner Waffe einfach durch die Menge? Erledige ich die Gegner aus den Gebüschen mit dem Bogen? Oder schleiche ich mich einfach nur vorbei? Ihr seht, Crysis 3 lädt zum erneuten Spielen ein.

Crysis 3 Gameplay

Tarnung, Panzerung & Verbesserung
Wie in den Vorgänger trägt der Held einen Nanosuit, einen Superanzug der aus Alien Technologie erstellt wurde. Seine zwei Hauptfunktionen sind die Tarnung, um sich an Gegner anzuschleichen und der Panzerungsmodus, um mehr Schaden auszuhalten. Im Verlaufe der Geschichte sammelt ihr Upgrade Punkte mit denen der Nanosuit verbessert werden kann. Die Verbesserungen sind in vier Spalten unterteilt. Diese Spalten beinhalten Funktionen wie schnelleres Nachladen, länger im Tarnmodus rumschleichen, schnellere Bewegungen und noch vieles mehr. Habt ihr eure Auswahl getroffen, kann diese als Schnellauswahl gespeichert werden um so schnell zwischen drei selber erstellten Kombinationen von Verbesserungen zu wechseln. Je nach dem in welche Situation ihr geratet, kann diese Funktion sehr praktisch sein.
Wie auch schon in Crysis 2 ist wieder der Visor vertreten. Mit diesem feinen Gerät können die Gegner in der Nähe markiert werden (auch durch Wände), Minen gehackt werden oder Munitionskisten aufgespürt werden. Kleiner Tipp: Benutzt den Visor so oft wie möglich. Er wird eine grosse Hilfe sein.
Nebst dem Visor kann auch in die Nanovision gewechselt werden um Wärmesignaturen aufzuspüren, falls sich Gegner im hohen Gras verstecken (Nein, keine Pokémon) und sich zu schnell für den Visor bewegen.

Auf dem Weg Richtung Abspann liegen hie und da Infochips rum die aufgelesen werden können und im Hauptmenü unter Extras / Freischaltungen Musik oder Video freischalten.

Crysis 3 Gameplay 1

Multiplayer
Was als erstes auffällt sind die zwei getrennten Energieleisten unten in der Ecke.  Im Multiplayer erhalten nämlich der Tarn- und Panzerungsmodus je eine eigene Energieleiste, nicht wie in der Kampagne. So spielen sich die Online Matches einiges flotter als noch in Crysis 2. Das Warten auf Energie entfällt so.
Die Karten bieten genug Platz und besitzen zum Teil auch mehrere Ebenen um auch mal von oben den Gegner zu überraschen. Da die Schauplätze an die Story Missionen angelehnt sind, werden sie euch gleich von Beginn an vertraut vorkommen und mit Abzweigungen mehrere Taktiken ermöglichen.
Nebst den bekannten Modi wie Deathmatch oder Team-Deathmatch gibt es neu auch den Hunter Modi in dem zwei Spieler nur mit dem Bogen bewaffnet und ständig getarnt sind. Wird ein Spieler von einem Bogenschützen erledigt wird dieser automatisch auch zu einem Hunter (Bogenschützen). Das gleiche Prinzip also wie in MW3 mit Infiziert.
In anderen Modis müssen bestimmte Alien Technologien vor den Gegner beschützt und gehalten werden. Kennt man auch aus anderen Spielen. Ist aber nicht schlecht.
Abwechslung bringen auch die neuen Alien Waffen welche im Vorgänger noch nicht benutzt werden konnten.
Habt ihr genug Erfahrungspunkte gesammelt steigt der Level. Steigt das Level werden neue Waffen, Dog Tags oder Aufsätze freigeschalten. Kennt man, liebt man. Um schneller im Rang zu steigen können Aufträge erfüllt werden die im Menü ausgewählt werden können. Ein Beispiel: 3 Kopfschüsse mit Waffe X.

Crysis 3 Gameplay 2

Fazit
Crysis 3 macht einiges besser als Crysis 2. Den zweiten Teil musste in der Hälft weglegen weil das Spiel einfach keinen Spass machte. Hatte ich Crysis 3 erst mal begonnen konnte ich kaum noch aufhören. Die weitläufigen Missionen mit dieser bombastischen Grafik und die Möglichkeit eine Mission auf verschiedene Arten zu lösen haben mich richtig gefesselt. Mal habe ich nur mit dem Bogen gekämpft, ein anderes Mal ging es mit dem Gewehr durch die Wand. Hatte auch nie Standbilder oder sonstiges. So was gefällt. Gegen Ende wird das Spiel zwar linearer kann ich aber verstehen. Schliesslich soll der Spieler irgendwann auch mal zum End Boss gelangen. Der Multiplayer kann auch unterhalten und die freischaltbaren Gegenstände motivieren um viel Zeit zu investieren. Wer die ersten Teile gespielt sollte sich das Spiel holen um die Geschichte abzuschliessen. Für Neueinsteiger gibt es im Menü ein „Was bisher geschah“-Video.

Wertung: 4/5 4er gelb

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