Review – Jamestown (PC)

Ein Top-Down-Shooter im 17. Jahrhundert der britischen Kolonie auf dem Mars im Stil der 80er. Wer damit nichts anfangen kann, hat entweder im Geschichtsunterricht aufgepasst oder einfach nur keine Vorstellungskraft. Ich fühle dem Indie Spiel aus dem Jahrgang 2011 auf den Zahn und erkunde auf Kriegsschiffen das All!

Story:

„Sure, it’s an absurd premise,“ gesteht Mike Ambrog von Final Form Games „but that’s one of the nice things about being indie; if you want to make an alt-historical shooter set on 17th-century British colonial Mars (and starring Sir Walter Raleigh in his sixties), there’s no one to tell you that you can’t.“ Zeigt, dass der Entwickler selbst den Fokus von der Story weglenkt. Diese ist nämlich so grotesk, wie sie klingt, dennoch verpackt sie das so perfekte Gameplay in ein stimmiges Gesamtpaket. Dies sollte man dem Indie Spiel auch nicht allzu drastisch anrechnen – ich finde es in der Tat mutig eine so historisch inkorrekte Fassung der amerikanischen Entstehungsgeschichte an den Mann zu bringen, denn obwohl diese vor Abstrusitäten nur so strotzt, sind die Ideen dahinter, welche stark vom Steampunk angehaucht sind, meist passend und einzigartig.

Jamestown-Logo

Gameplay/Technik:

Läuft! Das sage ich nicht nur vor mich hin, sondern das ist die große Stärke des kleinen Indie Spiels. Der wie üblich sehr arcadig angelegte Top Down Shooter bietet neben einem ausgewogenem und passendem Enemy-Placement und einem motivierendem Leveldesign den sogenannten „What the fuck“-Moment,indem der ganze Bildschirm mit gegnerischen Projektilen übersät ist,  es dennoch aber  keinen Augenblick lang unfair wirkt. Die steile Lernkurve, die Jamestown liefert, motiviert einen dazu, sich durch solche Situationen durchzuschlängeln, den Schuss oder den Unverwundbarkeits-Moment exakt zu timen oder zu triggern. Das daraus resultierende Erfolgsgefühl ist so enorm, dass man selbst die hohen Schwierigkeitsgrade wie „Judgement“ anstrebt und sich daraus eine innige Beziehung zwischen Spieler und dem 5 Level großen Spiel bildet, welche auch im 4er Multiplayer lokal oder online überzeugt.

Fazit:

Fernab von High-End-Grafik und Story, komplizierter Steuerung und anspruchslosem Schwierigkeitsgrad kam Jamestown 2011 als Indie Spiel in den Steam Marketplace und ist dort für 8,99€ erhältlich. Dieses Spiel richtet sich an all jene, die ein simples und intensives Spielgefühl in 16-Bit Grafik mit motivierendem Soundtrack wollen und ist diesen wärmstens zu empfehlen. Leider ist der Umfang dieses Nischentitels relativ gering und auch in Sachen Umfang und Grafik kann dieser Indie Titel leider nicht groß Punkten.

4 Bärchen von mir und eine uneingeschränkte Empfehlung an hart eingesessene Spieler, die einen knackigen Schwierigkeitsgrad fordern!

4er gelb

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