Review – Thirty Flights of Loving (PC)

Ab wann floppt ein Spiel bei euch eigentlich?  Floppt es, wenn die Spielzeit unerhört kurz ist? Floppt es, wenn es euch nur einen langen Gang herunter scheucht? Floppt es, wenn ihr keinerlei Abwechslung habt oder es sogar einige Abstürze mit sich bringt? Thirty Flights of Loving liefert alles davon, warum es aber für mich kein Flop ist, erfahrt ihr in den kommenden Zeilen.

Für all solche, die sich nach einem einzigartigem Grafikstil sehnen, sieht Thirty Flights of Loving im Steamshop gerade zu zum Anbeißen aus. Eine simple Blockgrafik, die sich völlig von der des Krachers Minecraft abhebt, erstreckt sich durch die kommenden 15 Minuten Spielzeit. Richtig gehört, 15 Minuten. Fünfzehn. Was bei Steam als Indie und Kurzgeschichte vermarktet wird ist in Wahrheit ein ehemaliges und unfertiges Projekt des Publishers Blendo Games. Beim ersten Durchspielen mag dies wohl noch als schlechter Scherz für einen erscheinen, allerdings werden erst beim Spielen mit Kommentaren des Entwicklers die Karten auf den Tisch gelegt, und das auf eine interessante Art und Weise. Brendon Chung veröffentlicht hier in diversen Textboxen seine Gedanken über gewisse Designentscheidung und bringt dabei persönliche Bezüge mit an den Start.

Im Kauf enthalten ist das Prequel Gravity Bone, wobei es sich ebenso um eine Kurzgeschichte handelt. Diese wiederum scheint allerdings von vorne bis hinten durchgestaltet. Mich ärgert, dass Thirty Flights of Loving kein „vernünftiges“ Spiel geworden ist. Die Presse feiert das Teil heftigst ab, zurecht, denn das was man sieht ist wirklich toll, aber bei 15 Minuten Spielzeit gebe ich für einen solchen, in meinen Augen fehlvermarkteten Titel, keine 5€ aus. Schließlich ist es eher ein Entwicklertagebuch, basierend auf einem Grundgerüst eines Spieles, welches viel Potenzial zeigt. Selbst die musikalische Untermalung ist super, knackig und wurde von Chris Remo angefertigt.

„What’s truly impressive is the narrative weight and emotional impact it delivers in such a short span of time.“

Gameplaytechnisch gibt es nicht viel zu sagen – WASD zum Laufen, einen Aktionsbutton auf E und die Spacetaste dient zum Springen.

Nachdem ich das Hauptspiel 2 Mal durchgespielt habe und das Sequel, habe ich für den Kauf des Spieles etwa eine Stunde investiert. Es wird ein unfertiges Spiel mit erfrischenden Ansätzen geboten, welches aber zum selben Preis verkauft wird, wie ein The Binding of Isaac, welches hunderte von Stunden fesseln kann.
Schlussendlich bereue ich meinen Kauf bedingt und kann das Spiel nur wärmstens Indie-Liebhabern ans Herz legen, dem Rest würde ich dringendst davon abraten.

2/5 Bären! 2er_

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s