Ein Haiku zu… Grand Theft Auto V!

In jedem von uns steckt ein Poet – wir konsumieren, werden überlagert mit Informationen und das bis tief in die Nacht hinein. Träume werfen all das Gesehene in einen Topf und rühren das einmal kräftig um. Ein Wirrwarr aus Bildern entsteht, eine völlig neue Information.

Fokussieren wir nun unser Gedächtnis auf einen Sachverhalt, so spuckt es immer häufiger neben dem eigentlichen Content auch künstlerisch angehauchte Werke aus, wie zum Beispiel Haikus.

Bei dem Haiku handelt es sich um eine traditionelle, alte, japanische Gedichtsform, die heute weltweit vertreten ist. So auch in unseren Köpfen.

Den Anfang macht Herr samschie, der mit diesem Haiku seine Impressionen zum Grand Theft Auto V Launch, am kommenden Dienstag, ausdrückt:

Man tut was man will,
Man klaut was man kann und will,
Und es endet nie.

Wir erkennen deutlich, worauf der Schreiber hinaus will – obwohl er den Spieltitel nicht bekannt gibt, wissen wir, dass es sich um das prunkvolle Grand Theft Auto handelt. Durch eine Anapher und eine Epipher spiegelt er den Facettenreichtum, den das Spiel bieten wird, bestens wieder. Besonders sein letzter Vers „…es endet nie“ (Z.3) unterstreicht den scheinbar unendlichen Spielspaß, den das Spiel mit sich bringen wird.  Ein herausragendes Meisterwerk.

Nun kommen wir zu xJwake, jahrelang inspiriert durch Schweizer Käse, Bauten und Videospiele. Auch er verkündet seine Vorfreude mit Hilfe eines Haikus:

Bald ist es so weit
Los Santos ruft nach uns. Ich
freue mich darauf

Auf dem ersten Blick fällt einem schon auf, dass hier eine direkte persönliche Stellungnahme erfolgt, denn anders wie beim ersten Beispiel, widmet der Schreiber dieser einen ganzen Vers – „…freue mich darauf“ (Z.3). Allgemein wird deutlich, dass Herr Wake in seinem Haiku die Verse nach Funktionen gliedert. Während der bereits erwähnte 3. Vers ein sein Statement auf den Punkt bringt, schürt Vers Nummer 1 die Erwartung des Lesers. Schlussendlich bezieht Vers Nummer 2 die Leser mit ein und stellt sie auf eine Stufe mit dem Schreiber, was ein Gemeinschaftsgefühl entfacht. Wahrlich vortreffliche Leistung.

 

Selbst auf hoher See entstehen, beim stärksten Fischgeruch der sieben Weltmeere, Gedichte, die sich an japanische Grundsätze halten. Bühne auf für den Gamigpiraten:

GTA wird gut
Jeder will nach Los Santos
Und der Hype ist groß

Ähnlich wie bei Herrn Wake, verleiht Michael seinen Versen Funktionen. Dieses Mal ist allerdings eine Prognose für die Zukunft das einleitende Element in dem dreizeiligen Abenteuer des Piratens „GTA wird gut“ (Z.1).  In den folgenden zwei Zeilen jedoch, schaltet er um auf die Gegenwart und stellt neben einer Hyperbel in Vers 2 „Jeder will nach Los Santos“ einen Fakt vor, der nicht korrekter sein könnte „…der Hype ist groß“ (Z.3). Ein Haiku, dass Informationen vermittelt unterstreicht seinen bereits bekannten rationalen Schreibstil.

Nach diesem kulturellen Exkurs, lasse ich euch mit einem kleinen Haiku meinerseits zurück und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Vielen Dank.

Eins, dessen Content
so unheimlich groß sein wird.
Krankschreibung folgt dann.

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